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Ansichtssache: weiße Rosen


Sanft streichle ich dein Haar, es fühlt sich kühl an, ganz ungewohnt. Weiter suchen meine Fingerspitzen dein Gesicht, fahren jede Linie nach, streicheln dein Kinn. Deine Augen sind geschlossen.

In Gedanken sehe ich dich vor mir, dein Blick wie er verlangt. Deine Züge sind ganz entspannt, eine rötliche Farbe umspielt sein zartes Gesicht. Das Haar ist ungeordnet, feucht und glänzt. Grazil bewegst du dich, kommst auf mich zu, forderst mich heraus.
Mein Blick streift deinen Körper, sieht ihn im Gesamten, so zart und doch zerbrechlich. Du bist zu meinen Füßen, deine Oberschenkel spannen sich, dein Blick ist abgewandt, sucht den Boden unter uns. Dein Rücken ist gerade, ich sehe dein Schulterblatt, berühre dich aber nicht.
Still bist du, und wunderschön, nicht nur weil du vor mir kniest, einfach weil ich dich begehre. Immer und besonders jetzt, dein Hals ist bereits mit deinem Halsband versehen. Dein Warten spüre ich, deine Faszination, von uns, dir selbst und dem was möglich ist.
Ich kann deine Gier erahnen, kann sie ablesen, du bist ein offenes Buch für mich. Ich liebe das Spiel mit deiner Sucht, denn nichts anderes war es geworden. Die Zeit hat uns reifen lassen, hat es ermöglicht, dass wir eines wurden. Ich danke dafür, danke für dich.
Mein Blick ist nicht genug, ich gehe auf deine Forderung ein, berühre deinen nackten warmen Körper. Ertaste dich aufs Neue, als kenne ich dich nicht. Deine warme Haut, die feinen Haare auf deinen Armen erheben sich. Deine Brüste um spiele ich, bin sanft, erforsche dich.

Dein Mund ist geöffnet, dein Atem ist ruhig, noch.
Ich nehme das Seil unweit von dir, streichle dich damit, bereite dich vor. Ein Ende nehme ich und lege es um deine Hände am Rücken, du bist mir behilflich wie immer. Das rote Seil ziert deine Handgelenke, nur.
Auch deinen Oberkörper lasse ich nicht aus, ich mag es wenn deine Brüste mehr zur Geltung kommen, und du auch.
Noch immer unterbricht dein und mein Atem die Stille, wir haben die gleichen Rhythmus. Unsere Körper sprechen, Worte können dies nicht besser erzählen. Deine Wangen sind erregt, wie auch der Rest von dir, aber auch von mir.
Den silbernen Ring deines Halsbandes ergreife ich, bring dich auf Augenhöhe und versinke in deinem Sein. Der Glanz in deinen Augen dringt in mich, setzt sich fest. Meine Lippen suchen deine, einen Kuss hauche ich dir zu, du willst mehr, bekommst es nicht.

„Herr Rinsan, sie haben nicht mehr viel Zeit, die Gäste kommen in einigen Minuten“, zerstört eine Stimme meine Gedankenwelt.
Ich drehe mich zu der in schwarz gekleideten Frau um und nicke still. Mein Fokus bist nur du, du allein. Die Welt um mich ist passiv, du aktiv, auch wenn wir es anders lebten.

Ich suche den Weg zurück, zurück zur dir, finde ihn schnell und bleibe dort. Das Bett ist mein Ziel, ich dirigiere dich, du folgst mir erwartungsvoll. Dein Kopf legt sich auf das Bett, deine Haltung ist einladend, ich genieße den Anblick. Die Beine breit, auf den Knien liegst du vor mir. Deine Lust glitzert mir entgegen. Dein Po ist präsent, mir fehlt etwas. Ich nehme das Gleitmittel vom Nachttisch und streiche sanft deine Rosette ein. In der Schublade finde ich deinen Plug, einfach gehalten aber aus Metall, führe ihn dir langsam ein. Ich lasse mich von dir lenken, merke durch dich, wann der leichte Dehnungsschmerz dein Bewusstsein erklimmt, ich lenke dich ab, umfahre deinen Kitzler spielend mit meiner Zunge. Koste und verwöhne dich, erfreue mich.
Dein Atem wird schneller, dein Becken schiebt sich zu mir. Du bist gefangen in deiner Lust. Ich führe dich zu deinem Begehren, gebe es dir nicht, bevor du deine Welle findest, schiebe ich dir den Plug vollkommen rein. Ein leises Stöhnen entweicht deinen wohl geformten Lippen.
Ich richte mich auf, dringe in dich ein, du empfängst mich. Die Hitze in deinem Inneren umgibt mich.

„Die Gäste sind eingetroffen. Bitte kommen Sie“, unterbrach mich erneut die Stimme. Die weiße Rose, die ich in der Hand hielt, lege ich nehmen dich. Du hast weiße Rosen geliebt, sie wirkten unscheinbar, und doch so schön. Mit einem Kuss auf die Stirn entferne ich mich, gehe zu der Stimme, welche mich aus meinen Gedanken riss. Ich blicke zurück zur dir, vermisse dich.

„Mein Beileid“, waren die letzten Worte die ich vernahm.

18.11.13 03:46
 


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